Die mittelalterlichen Gründungsanlagen von Freiburg i. Br. und Heidelberg

Read full text
Authors: Hans-Jürgen Nitz
Cited by: 0

Abstract

In den Kernen beider Altstädte zeichnet sich bis heute in den Hauptstraßenzügen der Grundriß ihrer hochmittelalterlichen Plananlage ab, wobei wir allerdings nicht sicher sein können, welche Teile davon die allererste Gründungsanlage bilden und was wir als - ebenfalls planvolle - hochmittelalterliche Erweiterung aufzufassen haben. Der Verf. hat sich die Aufgabe gestellt, mit Hilfe der sog. metrologischen Methode anhand großmaßstäbiger moderner und daher exakter Parzellenpläne diejenigen Bereiche der Stadtkerne zu analysieren, die sich aufgrund ihrer regelmäßig- geometrischen Gestaltung als bei ihrer Erstanlage wahrscheinlich planmäßig vermessen zu erkennen geben. Bei dieser Meßanalyse werden selbstverständlich mittelalterliche Maße zugrundegelegt. Für Bern hat Strahm bereits 1948 bei der Rekonstruktion der in der Gründungsurkunde überlieferten areae von 60 auf 100 Fuß auf dem modernen Stadtplan das zugrundeliegende Fußmaß von 29,3 cm identifiziert. Wie sich bei der Analyse von Freiburg zeigen wird, wurde bereits hier - bei der ersten zähringischen Stadtgründung - dieses Maß und nicht das in der Freiburg-Literatur immer wieder zitierte, nach Meinung von Hamm aus Flandern übernommene sehr viel größere Fußmaß von 32,4 cm verwendet.

Fields of Study & Subjects

Medieval European History and Architecture Urban Design and Spatial Analysis Historical and Architectural Studies

Publication details

Journal / source
RegionaliaOpen
Publication date
1 January 2026
Language
DE