Ein Streit um Hexengut in der Wurmserschen Bannherrschaft Vendenheim (Unterelsaß) am Ausgang des 16. Jahrhunderts

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Authors: Walter Gunzert
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Abstract

Das durch Erbgang in den Besitz der Grafen von Görtz in Schlitz (Oberhessen) gekommene Wurmsersche Familienarchiv verwahrt Akten - meist in Berührung mit dem Reichskammergericht entstandenes Material -, die in einen beelendenden Hexenprozeß der 1590er Jahre Einblick gewähren. Dieder hat insofern eine besondere Note, als das nicht unbeträchtliche Vermögen eines der dabei verfolgten unglücklichen Wesen, Jacobe Schott geb. Mörsch in Vendenheim, alle nur erdenklichen Anstrengungen der ehrenfesten Kläger Hans Jakob und Hans Ludwig Wurmser auslöste, sich nach dem Ketzertod ihres Opfers in den Besitz seiner Verlassenschaft zu bringen, wobei sie auch äußerst fragwürdige und zum Landesüblichen in schroffem Gegensatz stehende Wege einzuschlagen sich nicht scheuten. Es besteht demnach von vornherein die Möglichkeit, wenn nicht Notwendigkeit, den ganzen Prozeß und seinen trotz mehrfacher, heftiger Interventionen unerbittlichen Ausgang auf das Vorhandensein dieses Vermögens und seine beabsichtigte Sicherstellung durch die Kläger zurückzuführen.

Fields of Study & Subjects

Medieval and Early Modern Justice Historical Legal Studies and Society Reformation and Early Modern Christianity

Publication details

Journal / source
RegionaliaOpen
Publication date
1 January 2026
Language
DE