Die Mühle im alten deutschen Recht - eine Skizze

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Authors: Adolf Laufs
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Abstract

Wie der von der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung herausgegebene Mühlenatlas Baden- Württemberg anschaulich vor Augen führt, bestand einst ein dichtes Netz von Mahlwerken nicht nur zur Mehlversorgung vornehmlich des verkehrsnahen Umlandes. Von dieser agrarischen Mühlenlandschaft zeugen nur noch wenige Denkmäler. Der Wettbewerbsdruck im Gefolge der Gewerbefreiheit und das Vordringen der Industrie brachten schon im 19. Jahrhundert viele alte Wasser- und Windmühlen zum Erliegen. In den fünfziger Jahren dieses Jahrhunderts verschärfte sich die Konkurrenz aufs neue; die Mühlenkapazitäten überstiegen den Mehlbedarf in Deutschland beträchtlich. Nach dem Ende der Zwangswirtschaft 1950 fielen dem "Mühlensterben" zahlreiche kleine und mittlere Betriebe zum Opfer. Der Bundesgesetzgeber hat die Entwicklung zu steuern gesucht mit dem Gesetz über die Errichtung, Inbetriebnahme, Verlegung, Erweiterung und Finanzierung der Still Legung von Mühlen. Es ging nicht nur darum, Mühlen stillzulegen, sondern auch um die Förderung eines leistungsfähigen Mittelstandes im Mühlengewerbe. Wiederum stellten viele kleine Mühlenbetreiber in der Folge ihr Gewerbe ein.

Fields of Study & Subjects

Historical Legal Studies and Society Medieval and Early Modern Justice Urbanism Landscape and Tourism Studies

Publication details

Journal / source
RegionaliaOpen
Publication date
1 January 2026
Language
DE