Reformierte Spuren in Baden

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Authors: Udo Wennemuth
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Abstract

Die landläufigen Kenntnisse über das Zustandekommen der badischen Kirchenunion zwischen lutherischen und reformierten Evangelischen ordnen das lutherische Moment dem markgräflich-badischen, das reformierte Element dem ehemals kurpfälzischen Gebiet zu. Daß es aber auch in der lutherischen Markgrafschaft Baden reformierte Spuren zu entdecken und zu würdigen gibt, wollte die Tagung "Ein Buch aus Staffort und die reformierten Spuren in Baden" deutlich machen, die vom Verein für Kirchengeschichte in der Evangelischen Kirche in Baden gemeinsam mit der Evangelischen Akademie Baden vom 15.-17. Oktober 1999 in Bad Herrenalb durchgeführt wurde. Ausgangspunkt und Anlaß der Themenstellung war das 400jährige Jubiläum des "Stafforter Buches", in dem Markgraf Ernst Friedrich zum einen gegenüber seinem Bruder die Ablehung der Konkordienformel begründete und andererseits zur Verpflichtung der Geistlichen und Lehrer der Markgrafschaft sein eigenes - reformiertes - Bekenntnis dagegen setzte, das in seiner Betonung der calvinischen Prädestinationslehre weit über die reformierten Bekenntnisse in anderen deutschen Territorien, wie etwa der Kurpfalz, hinausging. Die "zweite" Reformation in Baden brach mit dem Tod Ernst Friedrichs 1604 ab. Die Tagung begleitete daher durchgängig die Frage, ob die nur wenige Jahre währende reformierte Phase in Baden-Durlach als (zu vernachlässigende) Episode zu bewerten sei, oder ob nicht doch reformierte Spuren eine längerfristige Wirkung zeitigten, schließlich in der Union aufgingen und die Strukturen der Landeskirche, besonders in der Gottesdienstordnung und der Kirchenverfassung, mitprägten.

Fields of Study & Subjects

Reformation and Early Modern Christianity Historical Legal Studies and Society Religion Theology History Judaism Christianity

Publication details

Journal / source
RegionaliaOpen
Publication date
1 January 2026
Language
DE
Document type
Book