Der Calvinismus im Reich und in Europa
Abstract
Am 26. Februar 1528 klagte der Würzburger Bischof Konrad III. von Thüngen, daß "Ketzer, Täufer und Sakramentierer im Land" Aufruhr stifteten. Das sog. Wiedertäufermandat des Reichstags von Speyer von 1529 richtete sich zwar nur gegen die Täufer, denen die Todesstrafe angedroht wurde, nicht gegen die Sakramentierer. Doch zeigt das Schreiben des Bischofs von Würzburg, daß die als Sakramentierer bezeichneten Personen als Ketzer galten. Der Bischof war ein katholischer Kirchenfürst. Doch war die Haltung der sich in jener Zeit erst allmählich formierenden Lutheraner gegenüber den sog. Sakramentierern kaum anders. Am 16. März 1973 wurde in der Evangelischen Heimstätte Leuenberg im Schweizer Kanton Basel-Land die "Konkordie reformatorischer Kirchen in Europa" verabschiedet. In Artikel 1 heißt es: "Die dieser Konkordie zustimmenden lutherischen, reformierten und aus ihnen hervorgegangenen unierten Kirchen sowie die ihnen verwandten vorreformatorischen Kirchen der Waldenser und der Böhmischen Brüder stellen aufgrund ihrer Lehrgespräche unter sich das gemeinsame Verständnis des Evangeliums fest [...]. Dieses ermöglicht ihnen, Kirchengemeinschaft zu erklären und zu verwirklichen".
Fields of Study & Subjects
Reformation and Early Modern Christianity
Theology and Canon Law Studies
Historical Legal Studies and Society
Publication details
- Journal / source
- RegionaliaOpen
- Publication date
- 1 January 2026
- Language
- DE
- Document type
- Book chapter