Der Kampf des Markgrafen Ernst Friedrich von Baden um sein Bekenntnis und der Widerstand aus Pforzheim
Abstract
Wer im Jahr 1604 in Pforzheim gehofft hatte, daß es anders kommen würde, sah sich getäuscht: Im April geschah doch noch, was so lange, für manche viel zu lange ausgeblieben war: Der Markgraf Ernst Friedrich rückte gegen die renitente Stadt aus: Jahrelang hatte er die Zügel schleifen lassen, hatte geduldet, daß die Pforzheimer sich seiner Religionspolitik verweigerten, seine Pfarrer ablehnten. Nun griff er doch zu den Waffen, um endlich den Willen der Stadt zu brechen. Doch das Säbelrasseln allein genügte nicht, die Pforzheimer zu zähmen. Die Stadt blieb im Widerstand: Man verrammelte die Tore und machte sich bereit, dem Landesherren die geballte Bürgerstreitmacht entgegenzustellen. So weit aber kam es dann doch nicht. Ernst Friedrich starb am 14. April auf dem Schloß zu Remchingen - und nun öffneten die Pforzheimer die Tore ihrer Stadt: Als Toter erst war der Markgraf willkommen.
Fields of Study & Subjects
Reformation and Early Modern Christianity
Central European national history
Historical Legal Studies and Society
Publication details
- Journal / source
- RegionaliaOpen
- Publication date
- 1 January 2026
- Language
- DE
- Document type
- Book chapter