Die Zuleitung des Wassers für die Freiburger Bächle
Abstract
"Nun gehen wir, eine alte Oberlindenerin und ihr Enkelbub, nach einem weit interessanteren unterirdischen Kanal, der fast unbekannt, nur sehr wenig begangen wird. Ihn kennen eigentlich nur die paar Angrenzer an den Bach und dann die städtischen Arbeiter, die ihn säubern. Von einem Garten im Hexenwegle, unter den Augustinerreben, führt eine Tür in diesen Kanal. […] Taschenlampe, alte Schuhe und ein alter Kittel geben die Ausrüstung, und nun geht’s los." Was hier beschrieben wurde, war eine Begehung des sogenannten "Bächlestollens" oder "Bächlekanals" – dem Zulauf des Wassers für die Freiburger Bächle – im Jahr 1936. Die Freiburger Bächle gehören schon seit langer Zeit zu den Wahrzeichen der Stadt Freiburg. Weit weniger Aufmerksamkeit zogen bislang der Ursprung und Zulauf des Wassers in die Stadt selbst auf sich. Das Wasser der Bächle stammt mittelbar aus der Dreisam: Am "Sandfang" im Osten der Stadt wird der Freiburger Gewerbekanal aus der Dreisam ausgeleitet und aus diesem wird auf der Höhe des Südwestrundfunks (Kartäuserstr. 47a) das Wasser für die Freiburger Bächle entnommen und in einem eigenen Zulauf in die Altstadt geführt. Da man heute nur noch den Austritt des Wassers aus dem Gewerbekanal sieht, hat man den Eindruck, als verlaufe dieser Zubringerkanal durch einen in den Felsen gehauenen Stollen.
Fields of Study & Subjects
Water management and technologies
Urbanism
Landscape
and Tourism Studies
Archaeology and Natural History
Publication details
- Journal / source
- RegionaliaOpen
- Publication date
- 1 January 2026
- Language
- DE