Die Verjungung der Flaum-Eiche (Quercus pubescens WILLD.) und ihrer Hybride am Kaiserstuhl

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Authors: Max Collé, Albert Reif
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Abstract

Zusammenfassung: Die Flaum-Eiche verjüngt sich nördlich der Alpen derzeit nur selten Ziel der vorliegenden Arbeit war daher die Analyse der Faktoren, die eine erfolgreiche Verjüngung dieser Baumart ermöglichen. Eine umfangreiche Suche nach Jungpflanzen in den drei größten Flaum-Eichengebieten am Kaiserstuhl entsprach dem derzeitigen Wissensstand: die Flaum-Eiche verjüngt sich im Waldinneren nicht, auch nicht in Form von wenigjährigen Jungpflanzen. Im Gegensatz dazu konnten im an den Wald angrenzenden Offenland am Badberg auf 40,1 ha Fläche 323 Jungeichen (254 Flaum-Eichen und 68 Hybride) unterschiedlicher Größe (10–400 cm) gefunden werden. Unter Beachtung der fortschreitenden Sukzession in diesem Gebiet – das Ende des 19. Jahrhunderts noch überwiegend frei von Gehölzen war – wurden in einer Vollaufnahme die Bestandesstrukturen und die Begleitvegetation dieser 323 Jungeichen erfasst. Es zeigte sich, dass sich Jungpflanzen geringer Wuchshöhen (1–50 cm) bevorzugt in Halbtrocken- und Trockenrasen sowie Saumvegetation etablieren. Mit zunehmender Größe der Eichen-Jungwüchse war eine deutliche Abnahme des Deckungsgrads grasreicher Strukturen zugunsten von Pioniergebüschen bis hin zu Flaum-Eichen-Pionierwald zu verzeichnen. Das gruppenweise Auftreten der Jungeichen und die geringe Beeinträchtigung durch Wildverbiss lassen darauf schließen, dass bei ungestörter Sukzession nicht mehr genutzter trockenwarmer Magerrasen strauchreiche Flaum-Eichenwälder entstehen können.

Fields of Study & Subjects

Seedling growth and survival studies Ecology and Vegetation Dynamics Studies Botany and Plant Ecology Studies

Publication details

Journal / source
FreiDok plus (Universitätsbibliothek Freiburg)
Publication date
19 January 2026
Language
DE