Erklärungsansätze für die Zunahme von Messerangriffen

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Authors: Jana Feindler
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Abstract

Der Beitrag verortet Messerangriffe theoretisch in einem interdisziplinären Rahmen, der kriminologische, sozial- und entwicklungspsychologische, soziologische sowie medien- und kulturwissenschaftliche Ansätze verbindet. Dabei wird Gewalt als Ergebnis eines kumulativen Belastungsgefüges verstanden, in dem individuelle Vulnerabilität, soziale Desintegration, Anerkennungsdefizite, gruppenspezifische Männlichkeitsbilder sowie mediale Gewaltinszenierungen zusammenwirken und das Mitführen bzw. den Einsatz von Messern, insbesondere in Peer-Groups von Jugendlichen, begünstigen. Die empirische Auswertung der Polizeilichen Kriminalstatistik verdeutlicht zugleich die methodischen Grenzen der Hellfeldstatistik (späte Einführung der Phänomenkennziffer, definitorische Heterogenität, fehlende Trennung zwischen Mitführen, Androhung und Einsatz), wodurch die tatsächliche Entwicklung der Messergewalt nur eingeschränkt abgebildet werden kann.

Fields of Study & Subjects

Crime Patterns and Interventions Crime Deviance and Social Control Homicide Infanticide and Child Abuse

Publication details

Pages
27–54
Publication date
9 January 2026
Language
DE
Document type
Book chapter