Täteridentifikation im Darknet
Abstract
Der Beitrag beleuchtet, ausgehend von den technischen und strukturellen Grundlagen des Darknets und der Underground Economy, zentrale Schutzmechanismen wie Kryptowährungen, PGP-Verschlüsselung und Tails, um ihre Bedeutung für die Abschirmung krimineller Aktivitäten sowie die daraus resultierenden Ermittlungsbarrieren zu ermitteln. Aufbauend darauf systematisiert der Beitrag wesentliche Ermittlungsinstrumente, darunter Quellen-Telekommunikationsüberwachung, Online-Durchsuchung, Ausnutzung technischer Schwachstellen, verdeckte Ermittlungen, Blockchain-Analysen und OSINT, und bewertet sie im Hinblick auf verfassungsrechtliche Vorgaben, insbesondere mit Blick auf Grundrechtsschutz, Verhältnismäßigkeit und gerichtsfeste Verwertbarkeit. Anhand ausgewählter Praxisfälle (u. a. Silk Road, Boystown, Elysium, Hansa Market, Crimenetwork und Operation Endgame) sowie neuer technologiegestützter Ansätze wie der NLP-basierten Alias-Erkennung (VendorLink), des forensischen Protokolls D2WFP und flexibler Deep-Neural-Network-Verfahren zeigt der Beitrag, dass eine wirksame Strafverfolgung im Darknet langfristig nur im Zusammenspiel von technischer Innovation, klar konturierten Rechtsgrundlagen und internationaler Kooperation tragfähig ist.
Fields of Study & Subjects
Cybercrime and Law Enforcement Studies
Digital and Cyber Forensics
Crime
Illicit Activities
and Governance
Publication details
- Pages
- 81–114
- Publication date
- 9 January 2026
- Language
- DE
- Document type
- Book chapter