Sexuelle Übergriffe und Macht – Eine Betrachtung vor dem Hintergrund soziologischer Machttheorien
Abstract
In ihrem Beitrag analysieren die Autoren sexuelle Übergriffe im Kontext von Machtverhältnissen unter Einbeziehung der soziologischen Theorien von Norbert Elias und Michel Foucault. Sie ordnen das strafbare Handeln phänomenologisch ein, beleuchten rechtliche Entwicklungen wie die Novellierung des § 184i StGB und betonen den gesellschaftlichen Wandel hin zu einem stärkeren Schutz der sexuellen Selbstbestimmung. Die Synthese der Machtkonzepte als relationale Struktureigenschaft (Elias) und diskursives Handeln (Foucault) zeigen, dass Macht allgegenwärtig ist. Sie ist nicht per se negativ, kann jedoch missbräuchlich als förderlicher Faktor für sexuelle Delinquenz dienen, ohne diese kausal zu bedingen. Öffentliche Diskurse wie #MeToo eröffnen nach Foucaults Verständnis Felder für Reaktionen gegen Machtmissbrauch.
Fields of Study & Subjects
Sexual Assault and Victimization Studies
Sociology and Norbert Elias
Philosophy and Social Theory
Publication details
- Pages
- 153–162
- Publication date
- 1 January 2026
- Document type
- Book chapter