Der Weg in den Polizeivollzugsdienst

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Authors: Adis Bazdarevic
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Abstract

Deutschland ist geprägt vom demografischen Wandel und gesellschaftlicher Diversität. Vor diesem Hintergrund steht der Polizeivollzugsdienst vor der Herausforderung, ausreichend Nachwuchskräfte zu gewinnen und zugleich die gesellschaftliche Vielfalt angemessen zu repräsentieren. Menschen mit Zuwanderungsgeschichte stellen dabei ein bedeutendes Rekrutierungspotenzial dar, sind jedoch im Polizeidienst unterrepräsentiert. Im Rahmen leitfadengestützter Interviews werden vier Kommissaranwärterinnen und Kommissaranwärter der Polizei Nordrhein-Westfalen mit Zuwanderungsgeschichte dazu befragt. Die Auswertung der erhobenen Daten erfolgte anhand der Grounded Theory nach Glaser und Strauss. Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl intrinsische Motive wie der Wunsch nach gesellschaftlicher Teilhabe, Gerechtigkeit und Sinnstiftung als auch extrinsische Faktoren wie berufliche Sicherheit und sozialer Aufstieg eine zentrale Rolle spielen. Gleichzeitig werden Herausforderungen wie Vorurteile, Unsicherheiten im Bewerbungsprozess und ambivalente Reaktionen des sozialen Umfelds deutlich. Die eigene Zuwanderungsgeschichte wird dabei sowohl als Ressource als auch als potenzielle Belastung wahrgenommen. Die Arbeit verdeutlicht, dass eine interkulturelle Öffnung der Polizei sowie gezielte Informations- und Unterstützungsangebote zur Gewinnung von Nachwuchskräften mit Zuwanderungsgeschichte beitragen können.

Fields of Study & Subjects

Policing Practices and Perceptions Migration Refugees and Integration Social and Demographic Issues in Germany

Publication details

Pages
159–186
Publication date
1 February 2026
Language
DE
Document type
Book chapter