VERTIKALE SEGREGATION DIE VERTIKALE PREISDIFFERENZIERUNG IN WIENER WOHNHOCHHÄUSERN

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Authors: Robert Musil, Walter Matznetter
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Abstract

Die starke Nachfrage nach Wohnimmobilien – sei es zu Wohnzwecken oder als Anlageobjekt – hat in Wien zu einem enormen Bauboom geführt, der 2021 voraussichtlich einen Höhepunkt erreicht hat. Im Zuge dieser Entwicklung ist ein für Wien neuer Bautypus entstanden: das Eigentums-Wohnhochhaus. Dieses weist aus Sicht der Immobilienentwickler eine Reihe von Vorteilen auf: Erstens lassen sich mit der Bauhöhe, die in der Regel über 70 Meter liegt, die hohen Grundstückspreise kompensieren; zweitens er-möglichen auch Projekte in Ungunstlagen – insbesondere in den höheren Stockwerken – Verkaufspreise, die dem Niveau der Wiener Innenstadt entsprechen. Drittens sind Eigentumswohnungen in Hochhäusern – aufgrund der Gebäudearchitektur, der Sichtbarkeit in der Stadt und letztlich aufgrund des Images – ein gut vermarktbares bzw. stark nachgefragtes Wohnungsmarktsegment. Damit ist die Lokalisation in einem bestimmten Stockwerk je nach Wohnung nicht nur Vermarktungsstrategie, sondern auch ein wichtiger Wertschöpfungsfaktor, der in einer zunehmenden vertikalen Preisdifferenzierung Ausdruck findet. Somit ist in diesem neuen, spezifischen Wohnungsmarktsegment weniger die Lage im Stadtraum, sondern die Höhenlage einer Wohnung mit ihrer Aussicht bestimmender Preisfaktor.

Fields of Study & Subjects

Urbanization and City Planning Ecology Conservation and Geographical Studies Housing Finance and Neoliberalism

Publication details

Journal / source
Oesterreichisches Musiklexikon online (Institut für kunst- und musikhistorische Forschungen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften)
Publication date
7 January 2026
Language
DE