MULTIPLE RÄUMLICHE ZUGEHÖRIG- KEITEN UND HYBRIDE IDENTITÄTEN VON JUGENDLICHEN IN DER WIENER MIGRATIONSGESELLSCHAFT
Abstract
Jugendliche, die in Wien leben oder zur Schule gehen, wachsen in multikulturellen und von Migration geprägten Umgebungen auf. Jedoch wird in öffentlichen Debatten über Zuwanderung Migrant*innen und ihren Nachkommen zum einen ein Zugehörigkeitsgefühl zum österreichischen, Wiener oder lokalen „Wir“ abgesprochen. Zum anderen werden Menschen mit eigener oder familiärer Migrationserfahrung immer wieder aufgefordert, sich in dieses nicht näher definierte „Wir“ zu „integrieren“. In diesen öffentlichen Debatten werden multiple Zugehörigkeiten oder hybride Identitäten oftmals nicht zur Kenntnis genommen oder überhaupt für möglich erachtet. Dennoch stellt die Aushandlung der eigenen Identität zwischen mehreren Zugehörigkeiten eine zentrale Dimension des alltäglichen Lebens vieler Menschen und besonders Jugendlicher in von Migration geprägten Gesellschaften dar. Auf Basis dieser Beobachtungen untersucht die Studie die räumliche Dimension der Identitätskonstruktionen von Wiener Schüler*innen. Zur umfassenden Erforschung dieser räumlichen Zugehörigkeiten wurde ein Mixed-Methods-Ansatz verwendet. Ergebnisse zeigen, dass multiple räumliche Zugehörigkeiten auf verschiedenen Ebenen unter Jugendlichen die Regel und nicht die Ausnahme in der Wiener Migrationsgesellschaft sind.
Fields of Study & Subjects
Sociology and Education Studies
Ecology
Conservation
and Geographical Studies
Diaspora
migration
transnational identity
Publication details
- Journal / source
- Oesterreichisches Musiklexikon online (Institut für kunst- und musikhistorische Forschungen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften)
- Publication date
- 7 January 2026
- Language
- DE