Evaluation der erneuten total extraperitonealen Leistenhernienversorgung (ReTEP) in der Rezidivbehandlung nach initialer laparoendoskopischer Leistenhernienoperation

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Authors: Dmitry Khmara
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Abstract

Einleitung: Die optimale Versorgung eines Leistenhernienrezidives nach laparoendoskopischer Hernioplastik wird in den Leitlinien unterschiedlich bewertet und ist nicht ausreichend wissenschaftlich belegt. Prinzipiell wird die Anwendung eines komplementären Verfahrens konsentiert. Allerdings kann in erfahrenen Händen eine erneute laparoendoskopische Vorgehensweise gewählt werden. Das primäre Ziel der Studie war es, die leitlinienkonforme offene mit der erneuten laparoendoskopischen Behandlung eines Leistenhernienrezidives nach laparoendoskopischer Primäroperation im Hinblick auf Morbidität und Lebensqualität zu vergleichen. Methodik: Es wurden alle volljährigen Patienten in die Studie eingeschlossen, die als Rezidivoperation eine ReTEP oder Lichtenstein-OP nach einer initialen TEP oder TAPP erhalten haben. Zur Evaluation des Ziels wurde eine retrospektive Analyse der intra- und postoperativen Komplikationen erfasst. Zusätzlich wurden die Rate eines erneuten Leistenhernienrezidivs (klinisch und sonografisch) und die Lebensqualität anhand des CCS- und COMI Hernia-Scales erfasst. Ergebnisse: Vom Januar 2012 bis März 2020 wurden in der Universitätsklinik für Viszeralchirurgie des Pius-Hospital Oldenburg 48 ReTEPs und 45 komplementäre Lichtenstein-Hernioplastiken beim ersten Leistenhernienrezidiv nach laparoendoskopischem Primäreingriff durchgeführt. Die beiden Patientengruppen waren bezüglich des Alters, BMI und des perioperativen Risikoprofils vergleichbar. Die Konversionsrate der TEP auf ein offenes Verfahren lag bei 27,3% und zeigte keine Abhängigkeit von der Expertise des Operateurs. Es konnten keine statistisch signifikanten Unterschiede in der Häufigkeit und dem Schwergrad der Komplikationen zwischen der ReTEP- und der Lichtenstein-Gruppe nachgewiesen werden. Bei der Erfassung der Lebensqualität mit CCS war das komplementäre offene Verfahren dem ReTEP-Verfahren in den Kategorien „Fremdkörpergefühl“ und „Schmerz“ signifikant überlegen und es wurden häufiger erneute Rezidivhernie nach einer ReTEP registriert. Schlussfolgerung: Die Ergebnisse dieser Studie unterstützen die Expertenmeinung der HerniaSurge-Gruppe zum komplementären Verfahrenswechsel bei Versorgung eines Leistenhernienrezidives im Hinblick auf Rezidivrate und Lebensqualität. Nach laparoendoskopischer Primäroperation sollte im Falle eines Leistenhernienrezidives ein komplementäres Verfahren, z.B. die Lichtenstein-Operation angewendet werden.

Fields of Study & Subjects

Hernia repair and management Minimally Invasive Surgical Techniques Abdominal Surgery and Complications

Publication details

Journal / source
Carl von Ossiezky University of Oldenburg
Publication date
13 January 2026
Document type
Thesis