Alexander von Humboldts Verwendung antiquarischer Steinnamen im historischen Kontext
Abstract
In Italien hatte sich für sogenannte antike Marmore ein breites Spektrum von Einzelbezeichnungen entwickelt, die von Steinmetzen mündlich tradiert und beim Verkauf von Sammlungen mitgeteilt wurden. Alexander von Humboldt legte 1805 in Rom nicht nur selbst eine singuläre Sammlung an, sondern beschäftigte sich auch mit den antiquarischen Namen, deren Entstehung in diesem Beitrag wissenschaftshistorisch dargestellt wird. Die Steinnamen, die bereits in Quellen des 16. Jahrhundert nachzuweisen sind, wurden durch J. J. Ferbers Italienbericht (1773) in Europa allgemein bekannt gemacht und waren unter Naturforschern bald ein Gegenstand von teils fasziniertem, teils kritischem Interesse. Im Supplement des Beitrags werden italienische Steinnamen in ihren impliziten historischen Vorstellungen erläutert und in ihren wörtlichen Bedeutungen übersetzt.
Fields of Study & Subjects
Alexander von Humboldt Studies
History of Science and Natural History
Historical Linguistics and Language Studies
Publication details
- Journal / source
- Publication Server (Berlin-Brandenburg Academy of Sciences and Humanities)
- Publication date
- 14 January 2026
- Language
- DE
- Document type
- Preprint