Menschen im Spannungsverhältnis zwischen Sprachdiskursen und Sprachpolitiken Eine machtkritische Subjektivierungsanalyse am Beispiel von Frauen aus der Ukraine

Authors: Aleksandra Bril
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Abstract

Dieses Dissertationsprojekt untersucht sprachbezogene Subjektivierungsprozesse im Kontext von Krieg, Migration und nationalstaatlicher Sprachpolitik. Im Zentrum steht die Frage, wie Frauen aus der Ukraine in migrationsgesellschaftlichen Kontexten sprachlich adressiert werden und welche Effekte diese Adressierungen auf Zugehörigkeit, Anerkennung sowie moralisch-politische Positionierungen haben. Aus einer machtkritischen Perspektive wird Sprache nicht als individuelles Kompetenzmerkmal verstanden, sondern als historisch und politisch situierte Praxis, die Subjektpositionen hervorbringt, begrenzt und hierarchisiert. Analysiert werden insbesondere Spannungsverhältnisse zwischen Ukrainisch, Russisch und Deutsch sowie die normativen Erwartungen, die an diese Sprachen geknüpft sind. Die Studie ist qualitativ-rekonstruktiv angelegt und arbeitet mit einer Adressierungsanalyse. Interviews werden dabei nicht als Ausdruck innerer Einstellungen gelesen, sondern als Orte der Artikulation gesellschaftlicher Sprach- und Zugehörigkeitsordnungen. Im Fokus steht die Analyse diskursiver, institutioneller und normativer Bedingungen sprachlicher Anerkennbarkeit. Das Projekt befindet sich in Bearbeitung. Detaillierte Angaben zum empirischen Material werden aus forschungsethischen Gründen nicht öffentlich gemacht. Institution: Universität Wien – Institut für Deutsch als Zweitsprache, Erziehungswissenschaften, Universität Bielefeld Status: laufendes Promotionsprojekt

Fields of Study & Subjects

Linguistic and Sociocultural Studies Multilingual Education and Policy Cultural and political discourse analysis

Publication details

Journal / source
OSF Preprints (OSF Preprints)
Publication date
28 January 2026
Document type
Preprint