Die latente Internationalität des polnischen Messianismus : Adam Mickiewicz und Juliusz Słowacki in der Auseinandersetzung mit Hegel
Abstract
Eine Nation ist eine 'imaginierte Gemeinschaft', die nicht zuletzt durch literarische Texte und deren Zirkulation in einer Verständigungsgemeinschaft semantisch modelliert wird. Für die polnische Kultur hat die Romantik, insbesondere der romantische Messianismus, einen wesentlichen Beitrag zur Genese und Verbreitung einer Semantik zur Selbstbeschreibung der polnischen Nation in ihrer historischen Entwicklung geleistet. Die begriffliche Matrix sowie die Konturen der historiosophischen Imagination dieses Messianismus stehen dabei in einem spannungsgeladenen Verhältnis mit internationalen Voraussetzungen, Texten und Kontexten. Dies konterkariert die oft mit Ideologemen der Singularität und exzeptionellen Identität artikulierten Ansprüche auf Originalität und Einzigartigkeit. Die Verschränkung von Nationalem und Internationalem soll am Beispiel messianistischer Texte von Adam Mickiewicz und Juliusz Słowacki verdeutlicht werden. Eine Begriffserklärung ist zu diesem Zweck erforderlich.
Fields of Study & Subjects
Central European Literary Studies
European Cultural and National Identity
Comparative and World Literature
Publication details
- Journal / source
- Publication Server of Goethe University Frankfurt am Main (Goethe University Frankfurt)
- Publication date
- 2 February 2026
- Language
- DE