Gelingt der Übergang von fossilen zu grünen Arbeitsplätzen?
Abstract
Die grüne Transformation hat unmittelbare Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. 1 Die angestrebte Entwicklung von fossilen hin zu grünen Arbeitsplätzen stellt Unternehmen und Beschäftigte in Deutschland vor große Herausforderungen. Lange beruhte der wirtschaftliche Erfolg Deutschlands nicht nur auf Exporten von energie-und fossilintensiven Gütern und zugleich auch der Energiemix hauptsächlich auf fossilen Brennstoffen. Für eine deutliche Reduzierung von Emissionen müssen bestimmte Industrien ab-und andere umgebaut werden. Im Bereich der erneuerbaren Energien entstehen neue Arbeitsplätze. Insgesamt geht es also um einen tiefgreifenden Strukturwandel von zuvor emissionsintensiven sogenannten braunen zu emissionsschwachen grünen Arbeitsplätzen. Für die OECD-Länder wird erwartet, dass die Dekarbonisierung der Wirtschaft zu einem Nettogewinn an Arbeitsplätzen führt (Chateau und Mavroeidi 2020). Die Europäische Kommission rechnet mit einem Wachstum von über 1 Million neuer Arbeitsplätze bis 2030, wobei die europäische grüne Technologie zu einem Vorreiter für wachsende Exportmärkte werden soll (EC 2021). Aggregierte Trends geben jedoch keinen Aufschluss über das Ausmaß der Anpassungen, die für einzelne Arbeitnehmer: innen und Unternehmen erforderlich sind, und verdecken eine erhebliche Heterogenität zwischen Regionen und Sektoren. Konkret heißt dies, dass der Bedarf nach zusätzlichen Arbeitskräften in erneuerbaren Energien, zB in der Wind-oder Solarenergie oder bei Wärmepumpen, regional anders verteilt sind als die Arbeitsplätze, die im Kohlebergbau oder der Automobilindustrie…
Fields of Study & Subjects
Sustainable Development and Policies
Climate Change Policy and Economics
Sustainable Finance and Green Bonds
Publication details
- Journal / source
- OPUS 4 (Zuse Institute Berlin)
- Publication date
- 4 February 2026
- Language
- DE
- Document type
- Book chapter