Kein Wandel in Sicht?
Abstract
Der Artikel betrachtet die Romane Winternähe (2015) und Zwischen Du und Ich (2021) der deutsch-jüdischen Autorin Mirna Funk aus zeithistorischer Sicht und geht der Frage nach, wie die Autorin hierin auf die Gesellschaft blickt und sich literarisch mit verschiedenen Formen struktureller Gewalt, inneren Verwundungen und Traumata auseinandersetzt. Während Winternähe den Fokus vor allem auf äußere Er- eignisse legt, zeitgenössischen Antisemitismus offen anspricht und versucht, einen Einblick in die komplexe israelische Lebensrealität zu geben, konzentriert sich Zwischen Du und Ich stärker auf innere Vorgänge und lenkt den Blick speziell auf Misshandlung von Frauen. Beide Romane verbindet, dass sich die Aussicht auf gesellschaftlichen Wandel angesichts der zahlreichen geschilderten Manifestationen von Gewalt stark relativiert.
Fields of Study & Subjects
German legal
social
and political studies
German Literature and Culture Studies
Memory
Trauma
and Testimony
Publication details
- Journal / source
- DOAJ (DOAJ: Directory of Open Access Journals)
- Publication date
- 1 January 2026
- Language
- SV