Avantgardistische Annäherungsversuche an historisch-biografische Brüche

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Authors: Hiroshi Yamamoto
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Abstract

Im vorliegenden Beitrag wird der Versuch unternommen, die Verdienste herauszuarbeiten, die Horst Bienek und Oskar Pastior im Kontext der deutschen und internationalen Gulag-Literatur zugeschrieben werden können. Ihre Biografien weisen einige Gemeinsamkeiten auf: Beide waren aufgrund ihrer Homosexualität in der DDR bzw. in Rumänien gesellschaftlich stigmatisiert und wurden im Alter von etwa 20 Jahren ins stalinistische Arbeitslager deportiert und auf diese Weise um ihre Jugend betrogen. Allerdings wollten sie diese biografischen Brüche in ihren literarischen Arbeiten nicht explizit erwähnen. Durch die genaue Analyse von Pastiors Gedichtband (Speckturm, 2009) und Bieneks Roman (Die Zelle, 1968) ist auszumachen, wie die beiden Autoren den tiefgreifenden Brüchen in der persönlichen und kollektiven Geschichtserfahrung nicht mit konventionellen erzählerischen Mitteln, sondern avantgardistisch begegneten.

Fields of Study & Subjects

German Literature and Culture Studies Memory Trauma and Testimony German History and Society

Publication details

Journal / source
DOAJ (DOAJ: Directory of Open Access Journals)
Publication date
1 January 2026
Language
SV