Vergleich von perkutaner Koronarintervention und optimaler medikamentöser Therapie in der Behandlung chronischer Koronararterienverschlüsse: eine Metaanalyse

Authors: Salem, Khalid
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Abstract

Hintergrund: Chronische Koronarverschlüsse (englische Abkürzung: CTO) sind ein häufiger Befund bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit und mit erhöhter Mortalität assoziiert. Zur Therapie dieser Läsionen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die perkutane Koronarintervention (englische Abkürzung: PCI) und die optimale medikamentöse Therapie (englische Abkürzung: OMT) sollten in der Behandlung einzelner Läsionen vorrangig in Betracht gezogen werden – eine operative Myokardrevaskularisation ist aber auch möglich. In der Vergangenheit konnten Einzelstudien keine expliziten Vorteile zwischen den beiden ersten Therapieformen in Bezug auf Mortalität und Morbidität aufzeigen. Aufgrund neu publizierter Evidenz und kontroverser Ergebnisse aus Einzelstudien mit niedriger Fallzahl bietet sich eine Metaanalyse zur weitergehenden Einordnung und Interpretation an. Ziel: Diese Metaanalyse vergleicht Effekte einer PCI mit einer OMT bei der Behandlung von CTO unter Berücksichtigung definierter Endpunkte. Methoden: Es wurde eine strukturierte Literaturrecherche durchgeführt. RCTs und NRSI wurden eingeschlossen. Der primäre Endpunkt war eine Kombination aus kardialer Mortalität, Myokardinfarkt und Revaskularisation des Zielgefäßes bzw. der Zielläsion (englische Abkürzungen: TVR/TLR). Ergebnisse: 32 kontrollierte Studien mit insgesamt 11.260 Patienten wurden eingeschlossen. Davon erhielten 5712 (50,7%) eine PCI und 5548 (49,3%) eine OMT. Die Rate des primären Endpunktes war 14,6% nach PCI und 20,1% nach OMT (12 Studien, OR 0,66; 95% KI 0,50 bis 0,88; p=0,005, I2 = 67%). Eine Subgruppenanalyse zeigte eine konsistente Reduktion des Auftretens des primären Endpunktes nach PCI in den RCTs (6 Studien, OR 0,58; 95% KI 0,33 bis 0,99; p=0,05). Die Reduktion der Rate des primären Endpunktes war unabhängig vom Studiendesign und in den Subgruppen- und Sensitivitätsanalysen reproduzierbar. Schlussfolgerung: Die CTO-PCI zeigte sich in dieser Metaanalyse auf Studienlevel vorteilhafter als eine OMT in der Reduktion des primären Endpunktes. Dies ist vor allem auf den Vorteil bei der Reduktion von TVR/TLR zurückzuführen. Die Ergebnisse haben Hypothesen-generierenden Charakter. Weitere RCTs mit adäquater statistischer Power müssen in Zukunft diese Ergebnisse weiter einordnen.

Fields of Study & Subjects

Coronary Interventions and Diagnostics Cardiac Imaging and Diagnostics Antiplatelet Therapy and Cardiovascular Diseases

Publication details

Journal / source
Kölner Universitäts PublikationsServer (Universität zu Köln)
Publication date
1 January 2026
Language
DE
Document type
Thesis