Analyse der Wirkmechanismen von Genvakzinen mit dendritischen Zellen für die Immuntherapie des malignen Melanoms

Authors: Julia Steitz
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Abstract

In dieser Dissertationsarbeit konnten folgende Fragen beantwortet werden: 1) Kann die genetische Immunisierung mit Plasmid DNA für das humane, zu etwa 80% homologe TRP2 die periphere Toleranz aufheben und eine kreuzreaktive Immunantwort gegen das murine TRP2 induzieren? Die genetische Immunisierung mit Plasmid DNA für das humane TRP2 bewirkte eine Tumorimmunabwehr von experimentell induzierten B16 Lungenmetastasen sowie eine vitiligo-artige Felldepigmentierung verbunden mit kreuzreaktiven TRP2-spezifischen TZellen und Antikörpern. Eine solche Immunantwort wurde niemals nach Immunisierung mit Plasmid DNA für das murine TRP2 oder für Kontrollantigene beobachtet. Diese Ergebnisse lassen vermuten, dass die Immunisierung mit der artfremden aber weitgehend identischen Gensequenz für humanes TRP2 Mechanismen der peripheren Toleranz außer Kraft setzt. 2) Welchen Einfluß hat die Verwendung rekombinanter Adenoviren auf die Wirksamkeit der genetischen Immunisierung? Die Verwendung von rekombinanten Adenoviren verstärkte die Wirksamkeit der Immunisierung mit TRP2 im Hinblick auf die Immunabwehr von B16 Melanomzellen. Wiederum war nur die humane Form des TRP2 in der Lage, spezifische T-Zellen und Antikörper zu induzieren. Auch vitiligo-artige Felldepigmentierungen nach Immunisierung mit Ad-hTRP2 wurden beobachtet, wenn auch mit einer geringeren Intensität im Vergleich zur Gene Gun Immunisierung. 3) Verbessert die Verwendung kultivierter DC als biologisches Adjuvans die Wirksamkeit der genetischen Immunisierung? Die genetische Immunisierung mit Adenovirus-transduzierten DC konnte die Wirksamkeit der Vakzine im Hinblick auf eine Tumorprotektion noch weiter verstärken. Im Gegensatz zur direkten Injektion von Adenoviren war die DC-vermittelte Immunisierung mit dem Adenovirus für das homologe murine TRP2 Gen auch in der Lage das Wachstum von B16 Lungenmetastasen zu verhindern. Antigen-spezifische T-Zellen nach DC Immunisierung konnten aufgrund unspezifischer IFN-Freisetzung nur mit dem stärkeren Antigen EGFP, nicht aber mit dem schwachen Antigen TRP2 detektiert werden. 4) Beeinflusst eine bestehende Immunantwort gegen adenovirale Proteine die Wirksamkeit der genetischen Immunisierung mit rekombinanten Adenoviren? Die wiederholte Immunisierung mit rekombinanten Adenoviren induzierte eine Immunantwort gegen adenovirale Hüllproteine, welche die Wirksamkeit der genetischen Immunisierung mit Adenoviren des gleichen Serotyps aufhob. In `Ad-immunen´ Mäusen bewirkten Adenoviren keine Tumorprotektion und induzierten weder zelluläre noch humorale Immunantworten. Im Gegensatz hierzu konnte nach Verwendung von Antigen-transduzierten DC in ´Ad-immunen` Mäusen eine wirksame Tumorprotektion beobachtet werden. Die Verwendung von DC als biologisches Adjuvans kann Immunantworten gegen adenovirale Hüllproteine umgehen. 5) Welche zellulären Mechanismen sind für die Tumorimmunabwehr nach genetischer Immunisierung mit TRP2 wesentlich? Die Untersuchung der zellulären Mechanismen bei der Tumorimmunabwehr nach genetischer Immunisierung mit TRP2 ergaben, dass die Immunisierung mit Ad-hTRP2-transduzierten DC eine durch T-Zellen vermittelte Tumorprotektion induziert. Diese Immunantwort ist abhängig von CD4+ T-Zellen.

Fields of Study & Subjects

Immunotherapy and Immune Responses T-cell and B-cell Immunology Cancer Immunotherapy and Biomarkers

Publication details

Journal / source
Publication Server of Goethe University Frankfurt am Main (Goethe University Frankfurt)
Publication date
26 February 2026
Language
DE
Document type
Thesis